Bockmist == Hauptsach's dängelt

Histörchen

Logo - ein netter und origineller Name für eine Pop-Band ?

In den letzten Jahren des vorigen Jahrtausends beschloss unser vielseitiger und an allem und an jeder interessierte, heutige Gitarrist und Sänger Erwin nach vielen beruflichen und sportlichen Höhenflügen und Niederlagen, sich der Musik zu widmen. Vor allem dem Blues wollte er sein künstlerisches Schaffen widmen. Schnell erkannte er jedoch, dass das alleine – gerade für ihn, den seine Mitmenschen so gerne domestizierenden Mitteilungsbedürftigen - nicht der Renner ist. So musste sein langjähriger Freund, der Mundharmonika spielende Steuerberater Nobbes, ran. Der durfte auch gleich Proberaum und Wein, Wein, Wein zu den Proben stellen.

Aber auch das reichte dem inzwischen von der Musik Fasziniertem nicht. Ein Drummer musste her. Da traf es sich gut, dass das Urgestein der Miltenberger Blues-Szene und sein Kindergartenfreund Ossi Hülbig musikalisch gerade nicht ausgelastet war. Ossi war von dem Angebot eines beheizbaren Proberaums und Wein, Wein, Wein so begeistert, dass er großzügig über die noch vorherrschenden musikalischen Unzulänglichkeiten seiner beiden Mitstreiter hinweg sah.

Zu dieser Zeit begab es sich, dass der vielseitige Miltenberger Bademeister und Bruder des Urband-Gründers auch seine Liebe zur Musik entdeckte. Saxophon hieß das auserkorene Instrument.

So traf man sich Woche für Woche in dem beheizbaren Proberaum des Steuerberaters bei Wein, Wein, Wein und konnte noch vor Weihnachten - oder war es nach Ostern - „House Of The Risin’ Sun“ so gut vortragen, dass 3 von 10 Familienangehörige das Stück sofort und ohne Wenn und Aber erkannten. Das reichte! Die eigene Silberhochzeit konnte, ohne die Gefahr von größeren Schmissen, beschallt werden.

Aber als namenlose Band auftreten ? Das konnten und wollten sich die stadtbekannten Musikanten (Wer Ossi nicht kennt, kennt Miltenberg nicht – gilt auch für Peter und Erwin) nicht leisten. Viele schlaflose Nächte und Proben bei Wein, Wein, Wein später hatte das schwimmende Multitalent am Saxophon die zündende Idee: Logo sollte der Name sein: Man hatte Bock und spielte Mist.

Die Silberhochzeit nahm trotz der musikalischen Darbietungen der neu benamten Band ihren Gang. Nachdem man also dort euphorisch gefeiert wurde (!?), beschloss man, unter der Dominanz Erwins, also mit 1 Ja- (von Erwin) und 3 Neinstimmen (von der anderen), Repertoire und Band zu vergrößern.

Suse und Didi waren die ersten Opfer. Zunächst stellten die Lehrkräfte die verständliche Frage: „Was wird aus unserem Ruf, wenn wir bei euch mitspielen?“ Aber nach einer Probe mit Wein, Wein, Wein schlugen sie den Wunsch mitzumachen nicht ausdrücklich aus. Schnell fand sich ein Lehrer für Didi an der Gitarre und gutmeinende Freunde, die an Suses Stimme und Performance feilten.

Ausgerechnet jetzt, wo die Band fast komplett war, musste der Harp spielende Steuerberater aus angeblich zeitlichen Gründen passen. Wahrscheinlich aber kam er mit der sich explosionsartig ausbreitenden Musikalität seiner Mitkämpfer nicht mehr mit und streckte deshalb die Mundharmonika. Oder waren Suse und Didi schuld, die so gar keine Freude an nur Blues, Blues, Blues trotz Wein, Wein, Wein hatten. Denn sie wollten auch Stücke im Repertoire, die vor deutlich weniger als 40 Jahren erstmals veröffentlicht wurden.

Schon von Anfang an suchte Erwin mit dem eindeutigen alten Bandbeschluss von 1 : 3 Stimmen ausreichend legitimiert einen Bassisten. Gut sollte er sein und die Band nicht nur musikalisch, sondern auch charakterlich ergänzen. Trotz des inzwischen wegen des Harp-schmeissenden Steuerberaters in seine Wohnung verlegten Proberaums, der aber auch beheizbar war und des beibehaltenden guten Caterings mit Wein, Wein, Wein fand sich über Jahre kein charakterfester Musikant. So musste also wieder ein Freund aus längst vergangen geglaubten Zeiten herhalten: Otl war zwar nicht musikalisch und wusste schon gar nichts über einen E-Bass, war aber charakterfest und mit guten Beziehungen ausgestattet. Vor allem konnte er den Proben mit Wein, Wein, Wein einiges - vor allem Wein, Wein, Wein - abgewinnen. So gut versorgt war er auch gerne bereit, seine anfänglichen Bedenken über sein gesellschaft- und berufliches Ansehen hinten an zustellen.

Jetzt war man endlich eine komplette Band und das neue Jahrtausend hatte noch immer nicht begonnen. Jedoch war nun für die sechsköpfige Band der heimische Proberaum zu klein. Otl sollte sich kümmern. Er war zwar nicht musikalisch, aber mit guten Beziehungen ausgestattet. Tatsächlich konnte er den Alt-Chef der Miltenberger Pfadfinder davon überzeugen, die Band wenigstens vorübergehend in deren traumhaft gelegenen Clubraum ganz oben im Würzburger Turm einziehen zu lassen. War das ein exquisiter Proberaum ! Zugleich verhinderte die Traumlage des Proberaums hoch über den Dächern der Stadt, aber nur über Aberhunderte von engen Treppen erreichbar, nach dem Bezug Erwins Drang, sofort, überall und für jedermann vorzuspielen. Denn das Schleppen der inzwischen umfangreichen Ausstattung aus dem Turm und in den Turm hielt jeden halbwegs Vernünftigen (also keinen aus der Band) von außerhalb gelegenen Gigs ab. Leider musste auch das Probemotto Wein, Wein, Wein geändert werden, da der Turm weder über einen Wasser- noch Abwasseranschluss verfügt und weit und breit keine öffentliche Pinkelstation vorhanden ist. Schließlich kam der Winter 2002/03. Selbst nach Einschalten aller Heizgeräte, die mehr als die wertmäßige Hälfte der Bandausrüstung ausmachten, erreichte die Raumtemperatur nur wenig mehr als den Gefrierpunkt. So konnten auch Musikfanatische ohne Wein, Wein, Wein nicht üben.

Ein anderer Proberaum musste her. Wieder war der unmusikalische Bassist mit den guten Beziehungen gefragt. Der Bürgermeister unserer Stadt, der musikalisch eher der Dicke-Backen-Fraktion zuzurechnen ist, konnte auf Dauer den tausendfachen, inbrünstig vorgetragenen Anfragen nicht widerstehen und ließ die Band zumindest vorübergehend und jederzeit widerruflich und gegen eine Wuchermiete in einen Kellerraum seines Rathauses einziehen.

Jetzt konnten Auftritte kommen. Zu dieser Zeit begab es sich aber, dass der vielseitig interessierte Bademeister sein Interesse an selbst gemachter Musik verlor und sein Sinn nach sexuellen Ausschweifungen in alten Autos stand. Das Sax musste ersetzt und alle Stücke neu ausgeklügelt werden.

Wieder Abertausend Übungsstunden später und nachdem der musikalisch anders orientierte Rathaushausmeister durch etliche Bestechungen auf die Seite der Band gezogen war, konnten jetzt endlich Gigs kommen. Doch ach, das Programm um das legendäre "House Of The Rising’ Sun" war zu klein. Zwar spielte die Band das kurze Programm einem ausgewählten und geneigten Publikum (= gute Freunde und Verwandte) mehrfach vor, aber so konnte es nicht weiter gehen.

Justament zu dieser heftigen Probezeit kam es zu künstlerischen Meinungsverschiedenheiten zwischen dem nie ernannten, aber de facto amtierenden Bandleader Erwin und dem Urgestein der Miltenberger Blues-Szene und des Band-Leaders Freund aus Kindergartenzeiten Ossi. Die unterschiedlichen Auffassungen insbesondere um das bekannte Joe-Cocker-Stück "Unchain My Heart" endeten trotz vieler Diskussionen ohne Ergebnis. Betrachtet man die Mentalität der beiden Kontrahenten, konnte - trotz nie in Zweifel gezogenen musikalischer Qualitäten - nur Ossi der Looser sein. Er zog die Konsequenz und warf ausgerechnet in der Bands Clublokal "Riesen" den Bennel hin. Nun standen sie ohne Drummer dar.

Es musste wieder der mit guten Beziehungen ausgestattete, aber unmusikalische Bassist ran. Dem lief in diesen Maitagen unmittelbar vor einem Gig für Franzosen aus der Miltenberger Partnerstadt Arnouville der im vorgezogenen Drummerruhestand lebende Rainer über den Weg. Nach einer ersten Probe mit Wein, Wein, Wein (im Rathaus gibt es ja Toiletten) sagte er nicht ausdrücklich: "Nein". Obwohl auch Rainer dem Bandmotto Wein, Wein, Wein nie abgeneigt war, wurde er die treibende Kraft im Bandgefüge. Mit seinem ständigen „das machen wir noch mal“ sorgte er nicht nur für Wein, Wein, Wein, sondern auch für ein viel größeres Repertoire, das inzwischen abendfüllend ist. Übrigens, der Gig für die Franzosen fand wegen deren rechtzeitig ermittelten Altersdurchschnitts nicht statt.

Nun hätte sich die Band entwickeln können. Wäre da nicht der ständig unruhige, ständig auf der Suche nach Neuem schauende, um seine Ehe bangende de-facto-Bandleader. Die vielen Proben und wenige Auftritte rüttelten an den Grundfesten seiner Ehe mit Heidi, deren Jubelhochzeit mit ihm er ja schon selbst beschallt hatte. Er beschloss, Heidi in die Band zu integrieren. Ausreichend legitimiert war er ja (siehe oben). Heidi spielte zwar kein Instrument und war auch nur mäßig an Proben mit Wein, Wein, Wein interessiert. Aber das sind für den Dominator keine wirklich guten Argumente. Flugs wurde Heidi in einer Aschaffenburger Musikschule angemeldet und von dem ausgemusterten Bademeister das Saxophon geliehen. Und schon ging’s los.

Mit dieser Truppe und einem weiteren Saxophonisten wagte man sich auch vor größeres Publikum. Sogar auswärts wurde die Truppe nachgefragt.

Nun bestand die Truppe aus sieben übenden  Musikanten. Das war schicksalsbedingt wohl noch zu wenig. Denn jetzt verliebte sich das blonde Töchterlein des de-facto-Bandleaders in den Spross einer alteingesessenen Miltenberger Pflastererfamilie. Des Pflasterers Sohn berichtete zuhause über ewige Musikdiskussionen im Hause seiner Angebeteten, die sich alle um einen Bockmist drehten. Neugierig geworden, zog sich der Pflasterer einen dieser bombastischen Auftritte im LBS rein. Obwohl er schon ewig mit einer örtlich bekannten Popgruppe "Strangers" unterwegs war, merkte er, wo die wahre, wenn auch für alle noch nicht zu erahnende, Zukunft liegt. So heuerte Jürgen bei BockMist an. Aufgrund der damals zu vermutenden, späteren familiären Verbindung zum de-facto-Bandleader und auch wegen seiner Altmiltenberger Herkunft traute sich kein Bandmitglied gegen seine Aufnahme zu stimmen. Schnell war klar, dass er in der Lage ist, Akkorde wie  Randsteine zu setzen.  Nur beim beliebten Wein, Wein, Wein und der Aprèsmusik im "Riesen"  schwächelte er beängstigend. Er musste noch viel üben müssen, bis er im "Riesen" wenigstens mit der Bands Mädels mithalten konnte. Aber siehe da: Es ist ihm gelungen.
 
Mit dem nunmehr achten Bandmitglied hatte sich die Truppe einen Aufnahmestop auferlegt. Die Größe einer Fußballmannschaft wird nicht angestrebt !
 
Nun kamen jedes Jahr sechs bis acht Auftritte. Mehr kann und wollte die Band, deren Altersdurchschnitt nun doch schon bedenklich ist, auch nicht auf sich nehmen. Die Gagen waren nicht hoch genug um ordentliche Menschen in einem ordentlichen Beschäftigungsverhältnis anstellen zu können. Was das bedeutet, weiß jeder semiprofessionelle und erst recht jeder Hobbymusiker. Die Band muss die Anlage vom Proberaum zum Auftrittsort bringen: Aus dem Proberaum tragen, auf Anhängern, LKW oder ähnlichem verladen, zum Gig fahren, abladen, auf die Bühne schaffen, verkabeln und dann: Der Soundcheck. Dieser nimmt noch immer fast so viel Zeit in Anspruch wie der Gig selbst. Ist endlich alles aufgebaut, haben einige Musikanten zu meist unterschiedlichen Zeiten einen unwiderstehlichen Durst und/oder Hunger. So kommt es, dass der Keyboarder zwar ein unglaublich gutes Gehör und auch das notwendige technische Know How hat, um einen professionellen Soundcheck schnell über die Bühne bringen zu können, aber: "Mit wem ?". Steht nach dem 3. Bier und der 2. Bratwurst endlich der unmusikalische Bassist zur Verfügung, hat der dem de-facto- Bandleader einen solchen Appetit gemacht, dass der unauffindbar in irgendeinem Catering-Bereich verschwunden ist. Sollte es der Zufall wollen, dass - aus welchen Gründen auch immer - trotzdem beide parat stehen, ist es 100-%ig so, dass der Rhythmusgitarrist, der Drummer, ein/e Bläser/in oder die Sängerin verloren gegangen ist.
 
Ist der Gig dann gespielt und der Abbau steht an (siehe oben, nur in umgekehrter Reihenfolge) hat die Mehrheit der Truppe einen solch ungezügelten Durst, dass erst mal über Stunden gar nichts passiert, außer dem kollektiven Überfall auf das zu dieser späten Zeit eh schon arbeitslosen Schankpersonal.
 
Später, nachdem der erste schlimmste Durst gelöscht ist, das Schankpersonal eingeschlafen oder sich davongeschlichen hat, der Veranstalter längst tief schläft und irgendeiner (Hausmeister o.ä.) irgendjemanden der Band einen Schlüssel ausgehändigt hat und die ersten Vögel den Lärm der Nacht vergessen haben und ihr eigen Liedlein trällern, kommt die immergleiche Frage: "Wer soll jetzt den ganzen Kram noch abbauen und den Krempel heimfahren ?". Diese frühmorgendlichen Torturen sind so schlimm, dass keiner aus der Band ernsthaft daran denkt, noch mehr Gigs zu spielen. Schließlich haben die Band-Mitglieder auch noch andere Hobbys: Vor allem Essen und Trinken.
 
So gingen die Jahre dahin. Die (Eigen)Kritiken der Auftritte waren von zu-Tode-betrübt bis zu Himmel-hoch-jauchzend.
 
Und dann: Der G A U. Nach einer der vielen Proben im frühen Frühjahr 2007 und dem obligatorischen Absacker im Hopfengarten/Riesen erklärt aus dem Nichts heraus die von allen geliebte, unersetzliche, hochnäsige, meist schlecht gelaunte, die Bühnenshow tragende, über eine  PA-Schnellausbildung verfügende,  den Bühnenaufbau allein tätigende, röhrende Sängerin: "Ich bin zu alt für den ganzen Scheiß, ich hör auf."
 
Entsetzen macht sich breit in den vom Weißbier umnebelten Hirnen der Mitmusikanten (gilt nicht für den Drummer. Der vom Doppelbock!). Bläser, Gitarristen, der unmusikalische Bassist mit den guten Beziehungen, Keyboarder und Drummer, alle sind ersetzbar. Aber doch nicht unsere Suse. Ein weiteres Faust-Weißbier/Doppelbock gibt neue Hoffnung. Nein, nicht sofort wird sie den Bettel hinschmeißen, erst wenn ein/e Nachfolger/in gefunden ist, aber spätestens Ende des Jahres 2007. Umstimmen lässt sich die Dame auch nach einem weiteren Faust-Weißbier nicht. So ist's halt, wenn die Mädels so viel vertragen.
 
Am nächsten Morgen ist es Gewissheit: Ein/e neue/r Sänger/in muss her. Singen soll er/sie können, lieb muss er/sie sein, die PA unter des Keyboarders Anleitung bedienen und ein paar Bier vertragen können, charakterlich stark sein, um die Angriffe des de-facto-Bandleaders abwehren zu können und zuverlässig jeden Donnerstag zur Probe und zur Après-Probe erscheinen. Und tatsächlich: Es fand sich trotz anderer Erwartungen jemand.
 
Anja heisst sie. Unser neuer Fels in der Brandung. 
 
Früher hatten wir uns schon über  "zickige"  Sängerinnen  unterhalten,  jetzt haben wir schon wieder eine.  Aber: gnadenlos gute Stimme, unendlich banderfahren, mit mehr Auftritten, die wir selbst je haben werden, macht sich aber immer noch vor jedem Auftritt in die Hose (wegen Erkältung,  Bronchitis, Lungenentzündug, Magenverstimmung) und im Notfall schlechtes Wetter. Wenn sie aber allen Widrigkeiten zum Trotz doch mal da und einsatzwillig ist, reisst sie alle mit und alles raus.
 
So florierte die Band über Jahre. Anja brachte neuen Wind in  die Band. Sie hielt die Proben flach und die Gagen hoch.
 
Zum erstmals in Miltenberg stattfindenden Frankentag im Juli 2008 erwartete die Stadt meherer Hundertausend Besucher. Der Weisheit letzter Schluss zufolge, musste zu diesem herausragenden Ereignis natürlich BockMist gebucht werden. Doch ach - der untalentierte, probenfaule, kleine Sacksophonist musste zu einem unbedeutenden familiären Event. Was nun? Heidi verheizen? Nein. Unterstützung musste her.
Da ergab es sich, dass Heidi die begabte Schülerin des weltweit begabten Musiklehrers und Ex-Dresdners dieser am Ehrgeiz packen konnte. Gage erhielt er  - wie wir alle - sauwenig. Aber das interessierte Heidis Lehrer nicht. Natürlich wollte er da mitspielen. Und dann bekamen wir ihn nicht mehr los, worüber wir uns aber auch nicht grämen. Der ist ja gut. 
 
Dann kam der Tag, als unsere Suse reumütig zurück wollte. Das Singen nur mit Canta Cantrix war ihr doch nicht genug. Zunächst wollte sie nur ein bisschen im Chor mitsingen. Aber da kennt man unsere Anja nicht: "Wenn die schon mitsingen will, soll sie auch ganze Lieder singen". In Anjas Kontext heißt das: "Gut, dass sie singen will, dann kann ich mich mehr schonen!".  Und so kam es, dass 10 Musikanntinnen und Muskikanten zu zählen waren.
Doch nicht lange hielt dieses Kostrukt. Anjas Vorstellungen hinsichtlich der Größe der zu beschallenden Gigs konnte und wollte die Band  nicht folgen. Andererseits wollte sie den Vorstellungen der anderen nicht folgen. So kam es, wie es kommen musste: Anja verließ BockMist.
 
So ist die Band wieder auf 8 MusikerInnen geschrumpft, was dennoch viele Bühnen an ihre räumlichen und statischen Grenzen bringt, ganz abgesehen von den durch 8 zu teilenden Mini-Gagen.

Was bleibt, ist der Name, an dem die Band weiterhin festhält - nur unter anderer Bedeutung: Sie haben Bock und es ist so ein Mist, dass sie so selten (auf ausreichend großen und statisch gesichtern Bühnen) spielen wollen - Logo eben.
 

Nutze die Talente, die du hast. Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel singen dürften.



Otl