Fraadebercher Magic & Rock Nights fanden bei Publikum positive Resonanz

Freudenberg. Comedy, Jonglage, Zauberei, Bänkelgesang, sowie Rock und Pop-Hits aus den vergangenen Jahrzehnten sorgten am Wochenende dafür, dass bei den ersten »Fraadebercher Magic & Rock Nights« für jeden Geschmack etwas dabei war. Das Ambiente auf der Burgwiese war perfekt, nur der Zuspruch an Gästen ließ etwas zu wünschen übrig.

Der Burgschauspielverein hatte sich zum Abschluss des Freudenberger Kultursommers etwas Besonderes einfallen lassen und dabei keine Kosten und Mühen gescheut. Am Freitagabend standen dabei im Burginnenhof Magie und mittelalterliche Musik im Mittelpunkt. Die Organisatoren um Hartmut Beil und Matthias Gallas hatten eine glückliche Hand bei der Auswahl der Künstler, so wurde das Publikum prächtig unterhalten.

Moritat und Bänkelgesang war bei »Patapan« angesagt. Sie verstanden es mit Fiedel, Sackpfeife, Drehleier und Schlagwerk die Lieder und Klänge aus längst vergangenen Zeiten wieder lebendig werden zu lassen. So fühlte man sich in Zeiten zurückversetzt, als es weder Kino, Fernsehen noch Radio gab. Schnell waren die rund 200 Gäste im Burginnenhof mit eingebunden und durften bei »Wiedele, Wedele, hinterm Städele« gleich mitsingen. Nichts dem Zufalls überließ hingegen »Tanja Wirbelwind« alias Tanja Felten aus Nidderau. »So jetzt brüllt ihr vor Begeisterung - lauter- und dann rastet ihr völlig aus!« Die 27-Jährige gab ihren Zuschauern erste einmal einen kleinen Basiskurs. Dabei bot sie eine hinreißende Mischung aus kessen Monologen, Comedy, Jonglage und Aktionen mit »Freiwilligen« aus dem Publikum. Schnell wurde sie so am Freitagabend selbst zum Publikumsliebling und zeigte bei der »Partner-Akrobatik« mit einem Opfer aus dem Publikum einen offenherzig-komischen Strip.

Von seiner besten Seite zeigte sich auch »Zauberfritze« Fritz Ulshöfer bei seinem Heimspiel auf der Freudenburg. Passend verpackt waren bei ihm nicht nur die Ankündigungen für die verschiedenen Programmpunkte. Mit Witz und Humor sorgte er bei seinen Zaubereien für Staunen im Publikum. Vor allem sein »Zauberwässerchen« war dabei der Renner. Ganz sicher nicht zum Nachahmen geeignet waren die Kunsttücke, mit denen das Duo »JoMaMaKü« die Zuschauer fesselte. Josh Mausshardt und Martin Küchle aus dem pfälzischen Landau jonglierten mit immer mehr Fackeln, spuckten gewaltige Flammen und schleuderten brennende Diabolos atemberaubend hoch in den Nachthimmel.

Voll auf ihre Kosten kamen am Samstagabend die Rock- und Popfans. Gleich vier Bands aus der Region sorgten dabei für Stimmung. »Wetter, Ambiente und die Mischung des Programms passen hervorragend, wir haben nur mit etwas mehr Publikum gerechnet«, sog Matthias Gallas ein kurzes Resümee. Mit Sicherheit hat keiner der Gäste am Samstagabend sein Kommen bereut. Den Auftakt machte auf der großen Bühne »Straight Notion« mit ihrem »Metall-Rock«. Eine etwas härtere Gangart war auch bei »Incircles« angesagt. Sie spielten vorwiegend Eigenkompositionen und kamen beim jungen Publikum gut an.

Rockmusik stand auch bei der Gruppe »BockMist« aus Miltenberg im Mittelpunkt. Die sechs Bandmitglieder boten dabei eine musikalische Zeitreise durch drei Jahrzehnte Musikgeschichte. Nicht nur Hartmut Beil blickte inzwischen schon etwas skeptisch zum Himmel, denn Blitz und Donner kündigten zum Abschluss die Wertheimer Gruppe »Runaway« an. Im Mittelpunkt stand bei den Coverversionen der Rockklassikern vor allem Sängerin Birgit Amend aus Reicholzheim. Sie sorgte mit Ihrer einfühlsamen Stimme, trotzt Regenschauer für einen kurzweiligen und unterhaltsamen Ausklang auf der Burgwiese. gh